Der Eingehungsbetrug–Monteurzimmer

Leider gibt es in jeder Branche Betrug. So auch beim Vermieten von Monteurzimmern. Immer häufiger werden sogenannte Mietnomaden und ihre Masche bekannt. Sie nisten sich für eine gewisse Zeit in die Wohnung und verdrecken die ganze Ausstattung. Die Miete bleibt natürlich aus. Droht man mit härteren Maßnahmen sind die Nomaden plötzlich verschwunden. Das Zimmer steht leer! Das Grauen jeden Vermieters. Der Vermieter hofft fair entlohnt zu werden, doch meist ohne einen rechtlichen Weg zu gehen ist es nicht möglich. Eine Lösung ist jedoch über den Eingehungsbetrug.

Was versteht man unter Eingehungsbetrug?

Der Eingehungsbetrug ist eine besondere Erscheinungsform des Betruges. Der Betrüger täuscht hierbei die Absicht vor, die ihm aus einem Vertag erwachsenden Verpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen.

Wissenswertes

Nach geltendem Recht ist es nicht strafbar, Verbindlichkeiten nicht zu erfüllen oder speziell Rechnungen zu begleichen. Der Gläubiger ist in diesen Fällen grundsätzlich auf zivilrechtliche Durchsetzung seiner Ansprüche angewiesen, ohne dass das Strafrecht eingreifen könnte. Eine Ausnahme bildet die Verletzung der Unterhaltungspflicht. Weil hier auch die Interessen der Allgemeinheit in besondere Weise berührt werden. Die Straflosigkeit der Nichterfüllung eigener Verbindlichkeiten muss aber dort ihre Grenze finden, wo der Schuldner gerade auf diesen Effekt vertraut und sich deswegen überhaupt erst zivilrechtlich verpflichtet. In Deutschland ist der Eingehungsbetrug eine Straftat.

Der Vorsatz des Betruges

Damit bei dem Vergehen eine Schuld für den Mieter entsteht, muss der Schuldner mit Vorsatz die Tat begangen haben. Das bedeutet in der Praxis: Bei der Besprechung des Mietverhältnisses und beim unterschreiben des Vertrages, hat der Mieter wohlwissend zugestimmt, ohne mit der Absicht je die Miete zu bezahlen. Damit vermittelt er dem Vermieter das er mit allem einverstanden ist und die Rechnung begleichen wird. Die nächste Tat wäre ein Vermögensvorteil für den Monteur. Er hat durch das einbehalten der Miete von der wochenlangen Beziehung des Zimmers einen Summenwert.

Es wird darüber gestritten, wann genau die Ansicht ist dass der Schuldner den Willen nicht hat die Rechnung zu begleichen. Der eine Zeitpunkt wäre erst während des Mietverhältnisses der Entschluss zum Schuldbleiben entsteht. Oder schon beim Eingehen des Vertrages.

Wie kann man sich schützen?

Wichtig ist es schon beim Kennenlernen auf sein Bauchgefühl zu hören! Kommt bei Ihnen irgendwelche Zweifel auf oder der Monteur wird bei einer Lüge ertappt, kann der Vermieter jederzeit sein Angebot zurückziehen. Im besten Fall bezieht man einen Dritten hinzu. So sind Zeugen dabei, wenn alles besprochen wird.

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